Alternativmodelle (Modelle, die ohne das Töten oder „Benutzen“
von Tieren auskommen) zu tierverbrauchenden Lehrmethoden, die
im Zuge naturwissenschaftlicher Studienrichtungen an österreichischen
Universitäten immer noch verlangt werden.
Auf der folgenden Seite werden einige Alternativmodelle vorgestellt,
die zum Teil allein, zum Teil in Kombination mit Anderen, tierverbrauchende
Methoden wie die Sektion von extra getöteten Tieren ersetzen
sollen. Videofilme, Computersimulationen und ähnliches
sind sicher noch sinnvolle weitere Ergänzungen. Häufig
sogar sind die Alternativmethoden, gerade weil sie so einfach,
spontan und ohne zusätzlichen Kostenaufwand (einmalige
Kosten) zu kombinieren sind, als besser - im Sinne von lehrreicher
- zu bewerten als die herkömmlichen Methoden (die jedes
Mal aufs Neue einigen Tieren das Leben kosten).
Die Alternativmodelle, die im Folgenden abgebildet sind,
sind in erster Linie dazu hergestellt um Dissektionen zu ersetzen.
Für weitere Informationen zu anderen Alternativmodellen,
die auch andere z.B. physiologische Versuche an lebenden oder
getöteten Tieren ersetzen sollen.
Plastiniertes Meerschweinchen:


Unter einer Plastination versteht man ein verstorbenes Tier1,
welches nach seinem Tod präpariert (seziert) und durch chemische
Behandlung dauerhaft haltbar gemacht wurde. Es gibt Plastinationen
von verschiedenen Sektionsstufen, wodurch sämtliche Strukturen
optimal herausgearbeitet werden können. Hier sieht man als
Beispiel eines Wirbeltieres ein Meerschweinchen. Natürlich
sind auch Ratten in dieser Form erhältlich.
Plastinierter Regenwurm:

Prinzipiell gilt hier dasselbe Prinzip wie beim Meerschweinchen.
Hier ergibt sich noch der entscheidende Vorteil, dass dieser
Regenwurm sorgfältig und gekonnt präpariert wurde, was bei einem
so kleinen Tier sicher nicht so einfach ist und den meisten StudentInnen
selbst wahrscheinlich nicht in dem Maße gelingt. So kann
man auch bei diesem Regenwurm wichtige Strukturen sehr gut erkennen.
Plastinierter Tintenfisch:

Plastinierter Tintenfisch: Das gleiche Prinzip
wie beim Meerschweinchen und beim Regenwurm.
Plastikmodell der Ratte:


Wie schon der Name sagt, handelt es sich hier nicht um ein „echtes“
Tier, sondern um eine Plastikratte. Ihre Organe sind nicht nur
zu betrachten, man kann sie auch herausnehmen und wie ein Puzzle
wieder zusammensetzen. Dabei müssen dann natürlich auch
Arterien, Venen etc. beachtet werden (zusätzlicher Lerneffekt).
Plastikmodell des Karpfens:



Auch bei diesem Modell, bei dem wieder einige Organe herausnehmbar
sind, sind die Strukturen, die im Übrigen nummeriert und
beschrieben sind, sehr gut ersichtlich und nachvollziehbar.
Plastikmodell des Regenwurms:



Funktioniert wieder genauso wie die Ratte und der Karpfen. Auch
hier sind einige Teile herausnehmbar. Dieses Modell ergänzt
sich optimal mit dem plastinierten Regenwurm.
Plastikmodell der Heuschrecke:


Bei diesem Modell kann man zwar keine Teile herausnehmen, trotzdem
ist das Innenleben der Heuschrecke sehr plastisch gestaltet.
Auch hier sind sämtliche Organe und Strukturen wieder nummeriert
und beschrieben.
1Wahrscheinlich ist nicht jedes plastinierte Tier,
das man von irgendwo herbekommt, „von selbst“ gestorben.
Allerdings keines der von uns für Modelle verwendeten Tiere,
die wir im Übrigen von der Tierrechtsorganisation Satis Deutschland
ausgeliehen haben, wurde zu dem Zweck der Plastination getötet.
Jedes der Tiere ist entweder an Altersschwäche oder durch
Krankheit gestorben.)
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