Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild
basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung
(Fotodokumentation).
Der VGT weist ausdrücklich darauf hin, dass sich seit damals
die Fakten, wie z.B. die Gesetzeslage, die Einstellung und das Verhalten von Firmen, die Zustände in Tierhaltungsanlagen,
usw. geändert haben können. Eine Darstellung der aktuellen Situation der
einzelnen tierrechtsrelevanten Themen finden Sie unter Kampagnen/Projekte. |
Alle Fotos wurden bei Exotenbörsen in Österreich aufgenommen.
Exotenbörsen allgemein
Platzangebot
Keine Rückzugsmöglichkeiten
Keine Informationspflicht
Offene Ausstellungsbehältnisse
Herumreichen der Tiere
Häutung
Verletzungsgefahr
Stress
Transport
Futtertiere
Exotenbörsen
allgemein
Verschiedne Tiere werden bei Börsen von unterschiedlichen Ausstellern
zum Verkauf angeboten. Lebewesen werden eingesperrt in Plastikbehältern
zur Schau gestellt, und niemand nimmt Rücksicht ihre Bedürfnisse.
Leider werden diese Börsen von sehr vielen Menschen, oft als Zeitvertreib
an Wochendenden, besucht. Die Menschenmassen, die an den Tieren
vorbeigehen und sie begaffen, sind für jedes einzelne Individuum
Stress und Unbehagen.
Wenn Menschen noch auf die Behälter mit den Fingern klopfen, damit
sich das Tier bewegt, bedeutet dies für die Tiere Angst und Schrecken.
Struktur, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser oder Essen gibt es in
diesen kleinsten Unterkünften meist gar keine.
Für die Reptilien, Amphibien, Spinnentiere und Insekten sind solche
Börsen die reinste Qual!













Platzangebot
Die ohnehin sehr kleinen Ausstellungsboxen sind oftmals sogar
nicht einmal legal. Die Anlage 5 der Tierschutz- Veranstaltungsverordnung
sieht vor, dass bei Schlangen die Ausstellungsunterkünfte die
Hälfte ihrer Körperlänge bertagen, bei Echesen die Schwanz- Kopf-
Länge. Für alle zur Schau gestellten Tiere sind die Plastikboxen
eine furchtbare Form der Unterbringung, nur für die Menschen ist
so ein leichtes, die Tiere anzuschauen.










Keine
Rückzugsmöglichkeiten
Für alle Tiere ist es wichtig eine Möglichkeit zu haben, wo sie
sich zurückziehen können, um sich geschützt zu fühlen. Leider
fehlt dies bei fast allen Plastikboxen und ist leider auch nicht
gesetzlich vorgeschrieben. Bei Säugetieren und Schildkröten müßten
Rückzugsmöglichkeiten angeboten werden, leider wird dieser Punkt
oft missachtet. Die Tiere suchen sich dann Versteckmöglichkeiten,
z.B. unter dem Preisschild.












Keine Informationspflicht
Die Börsenverordnung schreibt keine Informationspflicht vor,
was bei einem Verkauf von Lebewesen mit hohen Haltungsansprüchen
absolut unvertretbar ist. Angaben zu Adutlgröße, Lebenserwartung,
Geschlecht, Schutzstatus, Ernährung, Herkunft und viele weitere
wichtige Informationen bleiben den KäuferInnen vorenthalten.




Offene
Ausstellungsbehältnisse
Tiere können entweichen, da es sich hierbei aber um Tiere mit
speziellen Hsaltungsbedingungen handelt, können diese Tiere nicht
überleben, wenn sie nicht gefunden werden. Ein weiteres Problem
ist , dass durch die offenen Behältnisse Menschen sehr leicht
verleitet werden die Tiere anzugreifen. Für Reptilien, Amphibien,
Spinnentiere und Insekten bedeutet jeder Kontakt mit den Menschen
Stress.






Herumreichen der Tiere
Das Herumreichen der Teire bedeutet für diese einen enormen zusätzlichen
Stressfaktor. Bei Reptilien und Amphibien handelt es sich nicht
um Streicheltiere. Die Berührungen von Menschen sind für diese
speziellen Tiere nicht angenehm. Viele Tiere zeigen auch deutliche
Abwehrreaktionen. Für Amphibien stellt das Angreifen vom Menschen
eine große Gefahr dar, weil so die Schutzschicht ihrer sensiblen
Haut zerstört wird. Leider ist das Herumreichen von tieren häufig
auf den Börsen zu beobachten.













Häutung
Wenn sich Reptilien oder Amphibien in der Häutung befinden, ist
dies eine sehr sensible Zeit. Eigentlich dürfen solche Tiere nicht
ausgestellt werden, trotzdem wird dies immer wieder beobachtet.
.



Verletzungsgefahr
Immer wieder sieht man Plastikbehältnisse, bei denen Luftlöcher
von außen nach innen gestochen wurden. Somit befinden sich schafe
Plastikkanten an der Innenseite der Ausstellungsbehältnisse. Dort
können sich die Tiere leicht verletzen, gerade Amphibien mit ihrer
sehr sensible und empfindliche Haut können sich leicht Verletzungen
zusiehen.
Stress
Für alle zum Verkauf ausgestellten Tiere bedeutet der ganze Tag
Stress. Gerüche, Vibrationen, die vielen Menschen, der ungewohnte
Platz, alles ist für diese Tiere mit speziellen Haltungsanforderungen
unangenehm. Tiere zeigen Fluchtreaktionen oder gehen in eine Starrhaltung.
Viele Tiere suchen auch nach einem Versteck, einem sicheren Platz,
da dies oftmals nicht gegeben ist, suchen sie Schutz unter dem
Preisschild. Jedes Klopfen an den Behältern sorgt für zusätzlichen
Stress.












Transport
Die Tiere werden übreinandergestapelt in den Plastikbehältern
in großen Styroporboxen transportiert. Schlangen werden in Leinensäcken
gelagert. Wenn BesucherInnen sich für einen Kauf entscheiden,
werden die Tiere oft in Plastiksäcken nach Hause gebracht.






Futtertiere
Viele Reptilien sind keine Vegetarier. Als Nahrung dienen Ratten,
Mäuse, Heimchen oder andere tier. Mäuse und Ratten können lebend
oder eingefroren gekauft werden. Heimchen gibt es in 500er- Packungen.
Diese Futtertiere sind nichts wert und werden dementsprechend
auch gehalten.











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