§278a Bedroht der Staat die kritische Zivilgesellschaft?
Vortrag an der Innsbrucker Universität
Referent: DDr. Martin Balluch – Obmann, Verein
Gegen Tierfabriken
Wann: Dienstag, 18. November 2008, 19:00 Uhr
Wo: SoWi Fakultät, Hörsaal 3, Universitätsstraße
15, Innsbruck
Seit dem Jahr 2004 wird die Tierschutzbewegung auch von den Mächtigen
im Land ernst genommen: damals wurde in einer konfrontativen –
aber LEGALEN – Kampagne gegen den Widerstand der Regierung das
Bundestierschutzgesetz und das Legebatterieverbot durchgesetzt.
Letzteres tritt Anfang nächsten Jahres in Kraft und bedeutet das
Ende einer sehr großen und mächtigen Industrie. Aber auch die
Tierversuchsindustrie, die Jägerschaft und die Pelzindustrie fanden
sich zunehmend unter Druck durch engagierte Individuen, die auch
von Firmen ethische Standards einforderten.
Die Reaktion war jahrelange Bespitzelung, dann die Gründung einer
Sonderkommission, der Große Lauschangriff, 23 Hausdurchsuchungen
mit gezogener Waffe und 104 Tage Untersuchungshaft für 10 TierschützerInnen.
Alles mit der Begründung, es würde sich bei 6 Tierschutzvereinen
und 38 den polizeilichen Zwangsmassnahmen unterworfenen Personen
um eine große kriminelle Organisation handeln,
die nach §278a StGB erheblichen Einfluss auf Politik oder Wirtschaft
auszuüben versucht.
Ist §278a eine Bedrohung für politisches Engagement in
Österreich oder war die Polizeiaktion gerechtfertigt?
Diese Veranstaltung wird organisiert von: PUFL-Gras, Plattform
unabhängiger Fachschaftslisten Grüne & alternative StudentInnen
an der Uni Innsbruck
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