) Kommt der Polizeistaat? Diskussionsveranstaltung – Teil 3
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Diskussionsveranstaltung – Teil III

Kommt der Polizeistaat? Diskussionsveranstaltung – Teil III

Zeit: Donnerstag, 04. Dezember 2008, ab 18:00
Ort: Rechtswissenschaftliche Fakultät Wien,
Schottenbastei 10-16, Hörsaal U 18

Jurist_innen diskutieren:
Johannes Jarolim – Justizsprecher SPÖ
Albert Steinhauser – Justizsprecher Die Grünen
Ingebor Zerbes – Institut für Strafrecht und Kriminologie

Moderation:
Eberhart Theuer – Tierschutz Rechtsexperte

Eintritt frei!

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Videoüberwachung. Datensammlung. Peilsender. Spitzel. Wanzen.
Begriffe, die die meisten ÖsterreicherInnen nur aus Filmen kennen. Doch das Vorgehen bei „Operation Spring“ und „Operation Pelztier“ warnen immer mehr und mehr Organisationen davor, dass solche Begriffe längst nicht mehr aus Filmen stammen. Denn sie sind längst Realität geworden und werden dabei bewusst gegen kritische Teile der Zivilgesellschaft eingesetzt.

Erfolgreiche Organisationen sehen sich mit einer unglaublichen Repression konfrontiert und fürchten um ihre politische Freiheit. Mit Hilfe des §278a werden polizeiliche Überwachungsmaßnahmen legitimiert, denen längst ein berechtigter Grund fehlt. Der 3. Teil der Diskussionreihe zum Thema „§278a: Kommt der Polizeistaat?“ verspricht wieder sehr spannend zu werden, da sich VertreterInnen unterschiedlicher Parteien und eine Wissenschaftlerin des Institutes für Strafrecht dazu bereit erklärt haben, ihre Sichtweise zu schildern.

Kommt der Polizeistaat in Österreich?
Werden kritische Teile der Bevölkerung unterdrückt und ins Gefängnis gesteckt?
Welche Rolle spielt dabei der §278a?
Welche Sichteisen vertreten die Parteien? Wie reagieren diese nun?
Wie wird §278a aus wissenschaftlicher Sicht beurteilt?

Operation Pelztier
Am 21.05.2008 kommt es zu einer der umstrittensten Polizeiaktionen seit der Gründung der zweiten Republik. 23 Objekte (Büros, Häuser, Wohnungen) gestürmt und durchsucht. Dutzende Personen werden mit gezogener Waffe aus dem Schlaf gerissen und auf verschiedenste Art und Weise gedemütigt. 10 beschuldigte TierrechtlerInnen werden auf Grund des §278a in Untersuchungshaft gesteckt und müssen 104 Tage in winzigen Zellen ausharren, in denen sie jeden Tag erniedrigt werden. Auch wenn die Beschuldigten mittlerweile wieder auf freiem Fuß sind, so werden sie nach wie vor, ohne jegliche Beweise (!), beschuldigt und verfolgt.

Operation Spring

In den Jahren 1999 und 2000 kam es zu einer unglaublichen Polizeiaktion. Ebenfalls auf der Basis des §278a und des Lauschangriffes wurden hunderte Menschen in Untersuchungshaft gesteckt und verurteilt. Menschenrechtsorga-nisationen und Teile der Medien kritisierten die Justiz und unterstellten ihr sogar rassistische Motivationen.

Kommt der Polizeistaat?
Immer mehr und mehr Überwachungsmaßnahmen schränken die Menschen in ihrer Freiheit ein. Unglaublich viele Daten werden gesammelt und gespeichert. Die Polizei kann immer leichter nach ihren Wünschen Menschen bespitzeln und überwachen.
Unterschiedlichste Organisationen fühlen sich mittlerweile von der Justiz und der Polizei bedroht und warnen vor einer fatalen Entwicklung des Rechtsstaates. Welche Entwicklung zeichnet sich in Österreich ab? Entwickelt sich in Österreich ein Polizeistaat oder handelt es sich hierbei um eine berechtigte Vorgehensweise der Justiz? Welche Rolle spielt dabei der §278a?

 

Eine Diskussionsreihe organisiert von SAVE
Students for Animal Rights, Veganism and the Environment
www.save.or.at

 

Eine Veranstaltung der Studierendengruppe SAVE
 

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