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Neun Jugendliche aus Deutschland erhofften
sich Hilfe von der Polizei und wurden aufs Schrecklichste
enttäuscht und entsetzt
In den vergangenen Tagen erreichte uns ein
Hilferuf aus Deutschland. Erholsame Tage in
der wunderschönen Berglandschaft Tirols hatten
sich deutsche SchülerInnen erhofft, doch diese
Bilder werden die Teenager so schnell nicht
mehr aus ihren Köpfen bekommen.
Neun SchülerInnen spazierten Ende Juli durch
eine Tiroler Innenstadt. Sie beobachteten eine
kleine Katze, die gerade eine Straße überquerte
und von einem offensichtlich zu schnell fahrenden
Auto am Schwanz überfahren wurde. Der Autofahrer
kümmerte sich nicht um das verletzte Tier und
raste weiter. Die entsetzten Jugendlichen liefen
zu der völlig verängstigten Katze und versuchten
diese zu beruhigen. Angestellte eines in der
Nähe liegendes Geschäftes beruhigten die SchülerInnen
und versicherten ihnen, dass die Katze bestimmt
überleben werde, danach riefen sie die Polizei
um Hilfe. Zwei Beamte waren dann auch zur Stelle
- doch nun nahm die Tragödie ihren Anfang.
Ein Polizist meinte, die Katze von ihrem Leid
erlösen zu müssen, nahm eine Holzstange, die
er in der Nähe fand und begann auf das hilflose
Tier einzuschlagen. Ca. 15 mal schlug er mit
voller Wucht auf das Tier ein, bis es sich nicht
mehr bewegte. Danach steckte er die tote Katze
in einen Müllsack und diesen in den Kofferraum.
Fassungslos blieben die Jugendlichen zurück
und schrieben sich ihren Schmerz von der Seele.
Die Briefe wurden an den zuständigen Bürgermeister,
an den Bundesminister für Tierschutz Herrn Alois
Stöger und den Landeshauptmann von Tirol geschickt.
Hier einige Auszüge aus den Briefen:
„.....als wir bei der Katze ankamen, entdeckten
wir, dass das gesamte Schwanzfell mit sämtlicher
Haut auf der Straße lag, zwei Leute holten sofort
Hilfe ....wir hatten uns in der Zwischenzeit
um die Katze bemüht und haben sie beruhigt.
Als die Polizisten dann endlich nach 15 Minuten
kamen, warfen sie einen kurzen Blick auf die
Katze. Dieser Blick war recht herzlos.....darauf
sagte ein Polizist, dass er die Katze jetzt
von den Leiden befreien werde. Er zog seine
schwarzen Lederhandschuhe an und schickte uns
weg. Er nahm einen dicken Holzstab, der an der
Straße stand, und schlug auf die Katze ein,
ohne jegliche Rücksicht auf uns. Er schlug sehr
oft auf die Katze ein und der Holzstab brach
in der Mitte. Er schlug einfach mit der anderen
Hälfte weiter. Die Katze zappelte dabei sehr.
Dann war sie tot und die Polizisten stopften
sie in einen schwarzen Müllsack
....wie Sie höchstwahrscheinlich verstehen können,
waren wir sehr geschockt und denken nun sehr
sehr schlecht über die Polizei und ihre"Hilfe".
Wir schließen daraus, dass die Polizei nicht
immer so hilfreich sein kan, wie sie tut, sondern
auch sehr herzlos. Sie sollen Lebewesen retten
und nicht töten! Die Katze hätte sicher überlebt!
Es war mit Abstand das Schlimmste, was wir je
erlebt haben. Wir werden die Bilder in unseren
Köpfen nicht mehr los. Es ist ein Alptraum.
Mit diesem Brief wollen wir etwas bewegen und
unsere Angst loswerden, dass es nocheinmal passiert.
Wir hoffen, Sie nehmen sich das zu Herzen und
denken darüber nach.“
Luisa, Lena und Csaba
„.....bis der Polizist plötzlich und aus heiterem
Himmel anfing mit dem dicken Holzstock auf die
kleine süße Katze einzuschlagen. Es war ein
sehr schrecklicher Anblick. Es ist schlimm als
Tierfreund anzusehen, wie eine kleine Katze
umgebracht und erschlagen wird. Der Polizist
schlug 10 bis 15 mal auf die Katze. Sie zappelte
die ganze Zeit. Bis sie tot war.... ....ehrlich
gesagt, haben wir nun einen echt schlechten
Eindruck von der Polizei. Es heißt ja immer
"Polizist, dein Freund und Helfer".
Das nächste Mal überlegen wir uns zweimal, ob
wir die Polizei anrufen werden.“
Linda, Sonja, Xanal
„....nach einer Weile kam endlich die Polizei.
In diesem Moment freuten wir uns noch, und waren
schon fast stolz auf uns, dass die kleine süße
Katze versorgt werden konnte. Einer der Polizisten
wollte die Katze noch zu einem Tierarzt bringen,
doch als er sich mit seinem Kollegen besprach,
teilten sie uns die folgenden Worte mit: "Wir
werden sie von ihrem Leiden befreien."
Ein Polizist schickte uns mit einem trostlosen
Blick fort. Ohne ein Danke an unsere gute Tat.
Wir standen 15 Meter weiter. Von unserem Standpunkt
konnten wir den Mord nicht übersehen, wie der
Polizist auch wusste. Es gibt nur wenige Sachen,
für ein Kind die schlimmer sind als die tat
des Polizisten. Wir sahen, wie der Mann mindestens
10 mal auf die Katze einschlug, mit der Stange
die er von dem Straßenrand genommen hatte und
den er nach dem Mord wieder in zwei gebrochen
an die Straße gestellt hat. Nun wissen wir 9,
dass wir die Polizei nicht mehr als Freund und
Helfer sehen sondern als gefühllose Menschen,
denen es nur darum geht den Arbeitstag so schnell
wie möglich zu beenden.“
Maximilian, David, Dennis
Gespräch mit der zuständigen Polizeidienststelle
Eine VGT-Mitarbeiterin telefonierte mit dem
Polizisten, der die Katze erschlug, um die Motivation
verstehen zu lernen. Der Polizist selbst bezeichnete
sich als äußerst tierlieb und handelte offensichtlich
tatsächlich in dem Glauben die Katze zu „erlösen“
und ihr so etwas Gutes zu tun.
Erschreckend bei diesem Gespräch war aber
allemal, dass die Polizisten offensichtlich
in keinster Weise über das nun bereits seit
2005 bestehende neue Tierschutzgesetz informiert
zu sein scheinen. Der Bestandteil, dass es verboten
ist, ein Wirbeltier zu töten, schien dem Beamten
neu zu sein. Ein gerechtfertigtes Töten von
Wirbeltieren, um es von seinen Schmerzen zu
erlösen, sollte prinzipiell von einem Tierarzt
vorgenommen werden, und auch von diesem beurteilt
werden, ob keine Rettung für das Tier mehr zu
erwarten ist. In Notsituationen dürfte dies
noch von fachkundigen Personen, die über das
nötige Instrumentarium verfügen, durchgeführt
werden.
Der Tatbestand, dass es auch in Tirol einen
Tierärzte Wochenend-Notdienst gibt, eine Tierrettung
mit einem Notruf, die rund um die Uhr erreichbar
ist und dass es in unmittelbarer Nähe des Unfallortes
eine Tierklinik mit Notdienst gibt, waren dem
Beamten neu. All diese Stellen hätten sich um
das verletzte Tier angenommen und es zu retten
versucht. Wenn es sich um ein Fundtier handelt,
werden die anfallenden Kosten vom Land übernommen.
Der VGT nimmt diesen traurigen Anlassfall,
um für eine Nachschulung der Tiroler Polizei
in Sachen Tierschutz zu sorgen. Alle Dienststellen
sollen über das Versorgungssystem von verletzten
Fundtieren informiert werden. Ein entsprechendes
Schreiben wird heute noch an den Landesveterinärdirektor,
an den Tierschutzombudsmann und an die Leiterin
des Referats für Tierschutz des Landes Tirol
geschickt.
Dieser Vorfall darf sich nicht wiederholen!
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