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NEWS 2011

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.11.2011). Der VGT weist ausdrücklich darauf hin, dass sich seit damals die Fakten, wie z.B. die Gesetzeslage, die Einstellung und das Verhalten von Firmen, die Zustände in Tierhaltungsanlagen, usw. geändert haben können. Eine Darstellung der aktuellen Situation der einzelnen tierrechtsrelevanten Themen finden Sie unter Kampagnen/Projekte.

 
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Wien,23. November 2011

Heuer bereits 5 Störaktionen gegen Treibjagden

Eine Gruppe von 100 JägerInnen und TreiberInnen wurde von 40 AktivistInnen mit Regenschirmen an der Treibjagd auf Zuchtfasane gehindert – Regenschirm durchschossen

Die Störung von Treibjagden, historisch auch Jagdsabotage genannt, ist eine der konfrontativsten Formen zivilen Ungehorsams. Gerade deshalb wurde diese Aktivität im Tierschutzprozess intensiv genutzt, um die Existenz einer kriminellen Organisation herbeizureden. Dabei ist eine Jagdsabotage eine seitens der AktivistInnen völlig friedliche und sogar legale Aktionsform. Die TierschützerInnen gehen zu den JägerInnen einer Treibjagd, sprechen mit ihnen und versuchen ihnen mittels Regenschirm die Sicht auf ihre Opfer zu nehmen. Die JägerInnen auf der anderen Seite, selbst ja mit tödlichen Waffen bewaffnet, reagieren meistens sehr ungehalten, oft auch mit Aggression und Gewalt. Nachdem 1991 ein Aktivist im Waldviertel bei so einer Aktion sogar angeschossen worden ist, tragen alle AktivistInnen heutzutage Warnjacken, um deutlich sichtbar zu sein.

Heuer gab es bereits 5 erfolgreiche Störungen von herbstlichen Treibjagden in Österreich

Bei der vorletzten dieser Aktionen trafen 40 AktivistInnen auf 100 JägerInnen und TreiberInnen, die den Tag mit dem massenhaften Abschuss von Zuchtfasanen, Rebhühnern und Feldhasen verbringen wollten. Bei derartig vielen JägerInnen und mehr als 7000 in der Gegend ausgesetzten Zuchtfasanen war mit dem Tod von vielen Tausend Opfern zu rechnen. Doch durch die beherzte Präsenz der TierschützerInnen blieb das Massaker aus. Lediglich 23 Fasane, 2 Rebhühner, 1 Eichelhäher und 1 Feldhase waren am Ende des Tages die Opfer.

Allerdings lief die Aktion nicht ganz ohne Gewalt seitens der Jägerschaft ab

Einer Aktivistin wurde durch den Regenschirm geschossen, während sie ihn in der Hand hielt. Andere AktivistInnen wurden aggressiv herumgestoßen und bedroht. Dennoch blieben die 40 TierschützerInnen hartnäckig bis zum Ende des Tages in der Nähe der JägerInnen. Daran konnte auch die Anwesenheit von 2 Polizeiautos nichts ändern. Die BeamtInnen wollten zwar unbedingt die Identität der AktivistInnen feststellen, als das aber misslang begnügten sie sich damit, durch ihre Anwesenheit Gewaltausbrüche seitens der JägerInnen zu verhindern.




Thema "Jagd"

 
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Gewehr gegen Regenschirm
Eines der wenigen Opfer dieses Tages
Teilweise agierten die JägerInnen sehr aggressiv, der Schirm einer Aktivistin wurde durchschossen
Der erste Trieb begann direkt neben Wohnhäusern
An die 100 JägerInnen frönten an diesem Tag ihrer "Mordslust" - die Zahl der Opfer blieb dank der AktivistInnen aber gering
Im Jagdgebiet wurde auch ein künstlicher Fuchsbau entdeckt. Mit solchen Kunstbauten soll der Tierbestand möglichst hoch gehalten werden, um dann wieder mehr Tiere abschießen zu können.
 
 

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