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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.11.2015)

Wien, am 04.11.2015

Biochips statt Tierversuche

Immer noch gelten Tierversuche als „Goldstandard“ der Wissenschaft und Forschung, doch welche Alternativen gibt es dazu?

Zahlreiche Personen, die in Wissenschaft und Forschung tätig sind, behaupten ohne Tierversuche geht es nicht. Dabei weiß man längst, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nur sehr eingeschränkt auf den Menschen übertragbar sind. Substanzen, die beim Menschen schwere Reaktionen hervorrufen können, können für Tiere harmlos sein (und umgekehrt). Eine sehr zuverlässige und moderne Alternative zur überholten Methode des Tierversuchs ist der Biochip.

Was sind Biochips?

Wer dabei an dünne Kartoffelscheiben aus der Bio-Landwirtschaft denkt, ist leider am Holzweg. Biochips oder auch Microchips sind immer gefragter und werden durch laufenden technischen Fortschritt auch immer häufiger eingesetzt. Biochips sind Modelle für bestimmte Organe, Organsysteme oder miteinander verbundene Organsysteme („Human on a chip“). Wie der Name schon sagt, kann man sich den „Human on a chip“ wie einen Menschen in Miniformat vorstellen. Menschliche Zellen, die aus verschiedenen Organen stammen können, werden in kleinen Kompartimenten angesiedelt und wie im echten Kreislauf miteinander verbunden. Die lebenden dreidimensionalen Zellgebilde repräsentieren das jeweilige zu untersuchende Organ bzw. die Organe. Sie leben auf dem nur wenige Zentimeter großen Microchip, werden mit einer Nährlösung versorgt und mit kleinen Schläuchen miteinander verbunden. Gibt man die zu testende Substanz hinzu, das kann ein Medikament, ein toxischer Stoff, eine Chemikalie und Ähnliches sein, kann man Rückschlüsse über die Vorgänge im menschlichen Körper ziehen. Man kann aus dem Modell ableiten, ob sich giftige Abbausubstanzen bilden oder unerwünschte Nebenwirkungen eintreten.

Zusätzlich können die Zellen auf das Forschungsziel abgestimmt werden. So kann an jungen oder alten Zellen geforscht werden oder an männlichen oder weiblichen, kranken oder gesunden. Das Verfahren mit den Biochips hat, im Gegensatz zu den Tierversuchen, den unschlagbaren Vorteil, dass die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, da an menschlichen Zellen geforscht wird.

Aktuelle Situation

Wie man an der österreichischen Statistik sieht, werden Tierversuche nach wie vor stark gefördert. Im Moment liegt die Zahl bei rekordverdächtigen 209 183 Tierversuchen im Jahr 2014, Tendenz weiter steigend. Auch wird an den Universitäten der Tierversuch nach wie vor als Goldstandard angesehen und gelehrt. Das immense Potenzial der Biochipforschung muss weiter ins Bewusstsein der WissenschaftlerInnen rücken. Nur so kann es auch finanziell unterstützt und gefördert werden.

Was kann ich tun?

Man kann dabei helfen die Anzahl sinnloser Tierversuche zu reduzieren, indem man z.B. Kosmetik, Hygieneartikel oder Reinigungsprodukte kauft, die nicht an Tieren getestet worden sind. Diese sind eindeutig mit der Veganblume, dem Label des Deutschen Tierschutzbunds oder mit dem Leaping-Bunny-Logo gekennzeichnet. Mittlerweile gibt es zahlreiche Einkaufsführer die Marken und Bezugsquellen mit den entsprechenden Produkten listen. Der VGT-Einkaufsführer für tierversuchsfreie Kosmetik kann kostenlos im Online-Shop bestellt werden.

Quellen:

  • http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/startseite/60-neuigkeiten/1911-minimensch-auf-einem-biochip

  • http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/projekte/stellungnahmen/1910-stellungnahme-zu-biochip-verfahren

  • http://oesterreich.orf.at/stories/2737396

  • Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG

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