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Wien, am 10.06.2017

7/7 - Der Gläserne Schweinestall

Irreführung babsichtigt? Die KonsumentInnen haben ein Recht auf Information, und müssen vor Falschmeldungen geschützt werden!

Es ist unfassbar, aber wahr: die Familie Trummer in Grabersdorf bei Gnas betreibt eine Schweinemast. Dazu gehört ein gläserner Schweinestall, in den BesucherInnen, sogar Schulgruppen, geführt werden, damit sie dort die angebliche Realität sehen können. Hinter einer Glasscheibe also kann man dort die Schweine beobachten und bekommt die Information, die die Familie Trummer geben möchte.

Was die wenigsten wissen: wenige Meter weiter befinden sich andere, jedoch nicht gläserne Schweinestallungen. Und dort sieht es gar nicht so schön aus wie im gläsernen Schweinestall. Dort stehen die Schweine dicht gedrängt in ihrem eigenen Kot. Sie haben keinen Platz, um vernünftig herumzugehen, an ein Herumlaufen ist nicht zu denken. Das Beschäftigungsmaterial dürfte eigentlich als solches gar nicht bezeichnet werden. Der Gestank ist hier übel, kein Wunder, leben die Tiere ja auch über einem Güllebecken, in das der Kot durch den Vollspaltenboden durchfällt und dort liegen bleibt.

Wie selbstverständlich werden nur Schweine eingestallt, die abgeschnittene Schwänze haben: sonst würden sie sich diese aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen wohl gegenseitig abbeißen - vor Frustration und Langeweile. Ein Stückchen Holz an einer Kette ist der ganze Luxus, den die Schweine hier haben.

David Richter vom VGT Steiermark dazu: Ich bin fassungslos, wie es möglich ist, die Menschen so hinters Licht zu führen. Falsch-Information ist ja noch schlimmer als Nicht-infomieren! Wir fordern Politik, Medien und Fleischvermarkter auf, endlich wahrheitsgemäß zu berichten, damit die Menschen gestärkt mit diesem Wissen bewusste Kaufentscheidungen treffen können! Und somit Tierfabriken nicht weiter gebaut werden müssen.

Die Website der Familie zeigt Fotos von süßen Ferkeln auf der Wiese bzw. Fotos des Show-Stalles.

Um die KonsumentInnen auf die fürchterlichen Zustände der Kulturschande Schweinehaltung aufmerksam zu machen, informieren VGT-AktivistInnen die KundInnen heute in Andritz und in nächster Zeit vor diversen Supermärkten. Mittels Megafon, Transparenten und Flugblättern wird auf das Tierleid aufmerksam gemacht.