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Hintergrundwissen Kaninchen

Zahlen und Fakten

Bis vor wenigen Jahren war ein tristes Dasein in engen Gitterkäfigen für Mastkaninchen traurige Realität. Das Verletzen der Pfoten durch die Drahtböden, die völlige Bewegungsunfähigkeit und der Mangel an Rückzugsmöglichkeiten machten die Tiere aggressiv und führten zu Wirbelsäulenverkrümmungen und Knochenveränderungen.

Der Tierschutzforderung nach einem Käfigverbot für Mastkaninchen wurde nach einer intensiven Kampagne des VGT im Jahr 2007 durch das Parlament entsprochen. Seit 1.1.2012 gibt es ein Käfigverbot für alle Kaninchen für die Fleischgewinnung. Seitdem müssen Kaninchen in Buchten oder Freigehegen gehalten werden. Auch wenn es leider immer noch Ausnahmen zum Käfigverbot gibt, stellt die Gesetzesänderung eine enorme Verbesserung der Lebensbedingungen für Kaninchen dar.

Das Käfigverbot gilt allerdings nur für Kaninchen zur Fleischgewinnung, leider aber nicht für Kaninchen, die für andere Zwecke gehalten werden – wie zum Beispiel für Tierversuche.

Rechtliche Rahmenbedingungen

§18 (3) 3. (3a) TschG: Für die Haltung von Kaninchen zur Fleischgewinnung gilt: Der Betrieb von Käfigen ist ab 1. Jänner2012 verboten. Die entsprechende Tierhaltungsverordnung sieht leider nach wie vor Ausnahmen Käfigverbot vor. Häsinnen, Rammler und Jungtiere bis zu ihrem 35 Lebenstag dürfen weiterhin in Käfigen gehalten werden. Da Mastkaninchen bereits nach 70 Tagen geschlachtet werden, entspricht das der Hälfte ihres kurzen Lebens. Drahtgitterböden sind jedoch für alle Kaninchen verboten. Laut Verordnung müssen die Kaninchen Rückzugsmöglichkeiten, Zugang zu Einstreu, Nagematerial, Raufutter und Wasser haben. Außerdem dürfen sie nicht länger in völliger Dunkelheit gehalten werden.