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Hintergrundwissen Mastgeflügel

Zahlen und Fakten

In der Hühnerhaltung ist die Automatisierung im Vergleich zu anderen Nutztieren am weitesten fortgeschritten. Die Rolle der brütenden Mutter übernehmen Brutmaschinen in überdimensionierten Brütereien. Rund 180.000 Eier werden nach einem 21-tägigen Brütungszyklus aus der Maschine geholt. Alle Küken, die nicht nach genau 21 Tagen aus dem Ei geschlüpft sind, werden in Müllzerkleinerern entsorgt. 15 Millionen Masthuhnküken und 1,5 Millionen Truthuhnküken sterben in Österreich jedes Jahr auf diese Weise.

Über 52 Millionen Masthühner und 5 Millionen Truthühner werden pro Jahr in Österreich in Geflügelfabriken zur Mast eingestallt.

Eines der Hauptprobleme bei Masthühnern ist die Zucht zu schnellem Wachstum, allerdings nur des Brustfleisches und nicht der Knochen und Gelenke. In nur 35 Tagen erreichen die Tiere so das Schlachtgewicht, während gleichaltrige Legehühner noch Küken sind, die erst im Alter von 140 Tagen erwachsen werden. Dieses rasante Wachstum der Masthühner führt dazu, dass ausnahmslos alle Hühner an Gelenksschäden laborieren und deswegen unter großen Schmerzen leiden. Bei 30% der Tiere brechen die Beine, bevor sie in den Schlachthof kommen. Bei Mastputen ist die Situation nicht viel besser. GeflügelexpertInnen sprechen von Qualzüchtungen: für diese Tiere ist ihre schiere Existenz bereits eine Qual. Es ist ihnen nicht möglich sich zu bewegen oder zu gehen, ohne Schmerzen zu haben.

Rechtliche Rahmenbedingungen

In der Hühnermast ist eine Besatzdichte von 30 kg Huhn pro m² erlaubt, das sind etwa 20 Tiere. In der Putenmast sind sogar 40 kg Pute pro m² erlaubt, was allerdings bei einem viel größeren Schlachtgewicht eine wesentlich geringere Anzahl an Tieren pro m² bedeutet.

Einstreu ist zwar vorgeschrieben, aber die wird nur einmal vor dem Einstallen eingebracht und dann nie wieder ausgemistet. Die Hühner und Puten verbringen ihr gesamtes Leben im eigenen Kot, mit entsprechenden Konsequenzen für die Gesundheit.

Laien dürfen bei Küken, die weniger als 10 Tage alt sind, ohne Betäubung bis zu einem Drittel des Schnabels und bei Zuchthähnen am ersten Lebenstag auch das nach innen gerichtete Zehenglied kürzen.