Tierschutz im Unterricht
Tierschutz im Unterricht ist eine der wesentlichsten
Aktivitäten des VGT. Nur wenn mit den zukünftigen Generationen
früh genug über Achtung und Respekt vor den Tieren gesprochen
wird, können wir hoffen, dass sich irgendwann wirklich
etwas Wesentliches im Umgang der Gesellschaft mit den
Tieren ändert. Tierschutz ist eines der wichtigsten sozialen
Themen unserer Zeit.
Tierschutz im Unterricht wurde 1974 in Graz von der Pädagogin
Charlotte Probst (Bundesverein der Tierbefreier - Graz)
ins Leben gerufen und von da aus nach und nach auf ganz
Österreich und darüber hinaus ausgedehnt. Im Herbst 1998
wurde ein eigener Verein "Tierschutz im Unterricht"
gegründet und als gemeinnützig anerkannt, der nun das
ganze Projekt bundesweit koordiniert und der für die Seriosität
und Qualität der TierschutzlehrerInnen und ihres Unterrichts
garantiert. Auch der VGT bringt seiner Expertise in die
alljährliche Ausbildung von TierschutzlehrerInnen ein.
Der VGT bietet schon seit 1994/95 im Rahmen dieses österreichweiten
Projekts allen Schulen im Raum Wien, Niederösterreich
und dem nördlichen Burgenland Tierschutzunterricht an
und seit dem Schuljahr 2012/13 auch in der Steiermark
Tierschutzunterricht an. Dieses Projekt ist für die Schulen
gratis und wird ausschließlich aus Spendengeldern finanziert.
Wir sind dabei also auf Ihre
Spenden angewiesen.
Tierschutz im Unterricht gibt es selbstverständlich
für alle Altersstufen, von der ersten Klasse Volksschule
bis in die achte Klasse Gymnasium. Die verschiedensten
Tierschutzthemen werden dem Alter entsprechend aufgearbeitet.
In den ersten beiden Volksschulstufen benötigen wir eine
Unterrichtseinheit, ab der dritten Schulstufe sind 2 Stunden
erforderlich, in der Oberstufe sind 3 Stunden von Vorteil.
In der Steiermark wird das Projekt für alle Schulstufen
workshoporientiert angeboten, dafür sind mindestens 2
Unterrichtseinheiten erforderlich.
Unsere engagierte Tierschutzlehrerin Mag. Elisabeth
Sablik besucht Volksschulen und Unterstufenklassen bzw.
Hauptschulen mit großer Freude und viel Esprit. Sie hat
ein Diplom in Zoologie von der Universität Wien. Der Schwerpunkt
ihres Studiums lag in der Verhaltensforschung. Mit ihrem
Fachwissen und ihrer Erfahrung (Verhaltenstudien von verschiedensten
Tieren) gestaltet sie den Unterricht spannend und abwechslungsreich.
Mag. Elisabeth Sablik: “Es ist wichtig schon bei den
ganz kleinen Kindern Tierschutz zum Thema zu machen. Am
besten wäre es, die Kinder in ihrer Schullaufbahn begleiten
zu können und ihnen immer genauer und detaillierter über
die verschiedensten Tierschutzthemen wie Haustierhaltung,
Intensivtierhaltung, Pelz und Tiertransporte Bescheid
zu geben und über Lösungen zu diskutieren, damit sie uns
in eine bessere und tiergerechtere Zukunft führen.“
Der Obmann des Verein Gegen Tierfabriken, DDr. Marin
Balluch, war 12 Jahre lang an den Universitäten Wien,
Heidelberg (Deutschland) und Cambridge (England) als Hochschulassistent
u.a. in der Umweltphysik tätig und hat 2005 seine zweite
Dissertation, diesmal in Philosophie, mit einer Arbeit
über Tierethik abgeschlossen. Diese Arbeit ist in Buchform
erschienen (Kontinuität von Bewußtsein; das naturwissenschaftliche
Argument für Tierrechte, Guthmann-Peterson Verlag) und
wurde auch, nach einem sehr positiven wissenschaftlichen
Gutachten, vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft
und Kultur finanziell gefördert.
DDr. Martin Balluch über seine Tätigkeit: "Ich
habe meinen Schwerpunkt auf ältere SchülerInnen gelegt.
Es scheint allerdings so zu sein, dass einige KlassenlehrerInnen
und DirektorInnen von Oberstufengymnasien die Meinung
vertreten, dass Tierschutz “Kindersache” wäre, dass also
SchülerInnen zwischen 15 und 18 Jahren kaum Interesse
daran hätten. Aber dabei irren sie sich gewaltig. Tierschutz
bzw. Tierrechte sind in der Philosophie, vor allem im
englischsprachigen Raum, ein nicht mehr wegzudenkendes
Thema. Es gibt über 250 akademische Publikationen auf
diesem Gebiet. Man kann Tierschutz also sehr wohl auf
intellektuell höchstem Niveau präsentieren und diskutieren."
Mag. Veronika Koren besucht Volksschulen, Unter- und
Oberstufenklassen in der Steiermark. Sie hat Volkskunde
und Kulturanthropologie studiert und arbeitet seit mehreren
Jahren mit Kindern und Jugendlichen. Der workshoporientierte
Ansatz ihrer Stunden findet großen Anklang bei LehrerInnen
und SchülerInnen.
Mag. Veronika Koren über ihre Arbeit mit den Kindern:
„Durch die Gespräche in den Tierschutz-Stunden kann sich
ein Sinn für Gerechtigkeit gegenüber Schwächeren entwickeln
und entfalten. Die SchülerInnen werden angeregt, ihre
Umwelt kritisch zu betrachten und können ihre Fähigkeiten
ausbauen, sich in andere Lebewesen hineinzuversetzen.
Diese Situationen dienen nicht nur dem Tierschutz, sondern
auch der Gewaltprävention im weitesten Sinne. Wir haben
es uns zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den SchülerInnen
herauszufinden, was man im Umgang mit Tieren besser machen
kann, wie und wo man sie beschützen muss und welche Tiere
in unserer Gesellschaft besonders leiden. Wir zeigen Missstände
auf, weisen auf Tierleid hin und lassen die Kinder und
Jugendlichen ihre eigenen Gedanken und Lösungsvorschläge
formulieren. Wir erarbeiten Ideen, wie man als TierschützerIn
verantwortungsvoll handelt und hilft, Lebensbedingungen
von Tieren zu verbessern.“
TierschutzlehrerInnen können gratis angefordert werden.
Das Thema kann in unterschiedlichen Fächern und dementsprechend
aus unterschiedlichsten Perspektiven aufgearbeitet werden,
so z.B. Biologie, Philosophie, Deutsch, Englisch, Religion
etc.
Sie müssen für die Tierschutzstunde nichts extra vorbereiten,
einfach TierschutzlehrerIn anfordern, wir kommen dann
gerne an Ihre Schule mit Laptop, Beamer und Filmen gerüstet.
Sie und Ihre Klasse werden interessante und spannende
Stunden genießen.
Unseren TierschutzlehrerInnen online
anfordern (Wien, Niederösterreich, nördliches
Burgenland und Steiermark) oder rufen Sie unser Büro
an: 01/929 14 98.
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