Eintritt Verboten -- Besuch einer "Pelztierfarm"
Die Wahrheit, die sich hinter den Bretterzäunen auftut,
sieht folgendermaßen aus: Die Tiere, die in freier Wildbahn
ein Revier von mehreren Quadratkilometern zur Verfügung
haben, sitzen lebenslang in winzigen Drahtkäfigen. Verborgen
vor den Augen der Öffentlichkeit spielt sich für Nerze,
Füchse, Chinchillas oder Nutrias ein tägliches Drama ab.
In den "Pelzfarmen" gewährt man den Füchsen
etwas mehr als einen halben Quadratmeter "Lebensraum"
auf Drahtgitterböden. Entzündungen, Vereiterungen und
wunde Pfoten sind die Folgen; fachgerechte Behandlungen
oder gar Tierärzte sind unrentabel -- solange nur die
Qualität des Fells nicht leidet...
Für die scheuen Wildtiere ist die Nähe von Menschen und
das enge Zusammengepferchtsein mit tausenden Artgenossen
eine Folter: Viele laufen wie wahnsinnig im engen Käfig
hin und her, manche überschlagen sich vor Angst (die Pelztierzüchter
nennen das "tanzen", ein beschönigender Ausdruck
für schwerste Verhaltensstörungen). Andere liegen apathisch
auf ihrem Gitter. Wieder andere können vielleicht gar
nicht mehr gehen, ihnen fehlt die eine oder andere Pfote,
die sie sich selbst oder die Artgenossen abgebissen haben...
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Endlose Käfigbatterien
für Füchse: Jeder Witterung schutzlos ausgeliefert.
(Foto: Haferbeck)
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Gruppenweise werden
die einzelgängerischen Nerze in die winzigen Käfige
gepreßt.
(Foto: Vier Pfoten)
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