Zusätzliche Qualen
Im Winter Tod durch Wassermangel, im Sommer Tod durch
Hitze
Damit der Pelz möglichst dicht wird, setzt man die Nerze
auch im extremen Winter ungeschützt der Witterung aus:
Kälte und Wind müssen gut durch die Käfige hindurchblasen
können. In extremen Wintern können so tausende durch Schnee
und Wassermangel verenden. Im Sommer sterben sie dafür
an der Hitze, da ihnen die Bademöglichkeit fehlt. (Das
heiße Korea z. B. besitzt mit 500.000 Nerzen die zweitgrößte
Pelzfarm der Welt, wo jährlich zehntausende Tiere verschmachten.)
Auch die Nerzmütter beißen ihre Jungen tot, wenn sie
nicht bereits tot geboren werden. Einkalkuliertes "Risiko":
ca. 30% der Jungtiere verenden.
Der Futterbrei wird den Tieren auf das Käfigdach gespritzt;
es enthält Frostschutzmittel, damit es nicht festfriert.
Beim Ablecken durch das Gitter frieren bei Minusgraden
z. T. die Zungen der Tiere am Metallgitterfest. Beim Befreiungsversuch
kann es vorkommen, daß sie sich Teile oder sogar die ganze
Zunge aus dem Mund reißen... Solange das Fell nicht beschädigt
wird, müssen sie weiterleben.
Qualzüchtungen: Schleimhautblutungen, Fehlgeburten,
Taubheit, Gleichgewichtsstörungen...
Um besonders "schöne" Fell-Mutationen zu erzielen,
werden den Nerzen aus reiner Profitgier noch jede Menge
Qualzüchtungen auferlegt, durch die sie extrem krankheitsanfällig
oder gar lebensunfähig werden: So neigt z. B. der blaue
"Aleuten-Nerz" zu Schleimhautblutungen und Fehlgeburten,
der "Royal Pastell" zu verdrehter Kopfstellung
und Gleichgewichtsstörungen; bei Erschrecken überschlagen
sich die Tiere vor Angst. 20% der weiblichen "Shadow"
haben deformierte Geschlechtsorgane.Und der weiße "Hedlund-White"
ist völlig taub...
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"Gitterbeißen"
eines zukünftigen Nerzmantels: Verzweifelter Fluchtversuch
(Foto: VGT) |
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Schwerste Verhaltensstörungen:
Verbeißen in die Gitterstäbe
(Foto: De Keerle/Gamma/Contrast)
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