Samstag, 21. Juni:
Großdemo gegen Knäste, Grenzen & Repression und danach
Ausklang beim Solistraßenfest
Großdemo "Repression
hat keine Grenzen, Solidarität braucht keine!"
Treffpunkt: 1080 Wien, 15.00h am Uhlplatz (das
ist der Platz neben der Kirche in der Nähe der U-Bahn
Station Josefstädterstaße)
Demoende ca. 19h
Die Demo richtet sich gegen staatliche Repression,
Ausländerfeindlichkeit, Inhaftierung politischer Gruppen
und die § 278a (Ö) bzw. § 129a/b (Dtl)
Aufruftext von http://at.indymedia.org
"Am 21.5.08 wurden 24 Wohnungen in ganz Österreich
von BeamtInnen des Sonderkommandos WEGA gestürmt und durchsucht.
Teilweise noch schlafende BewohnerInnen wurden mit gezogenen
Waffen in ihren Betten überrascht. Begründung für die
Hausdursuchungen ist der Vorwurf der Bildung einer kriminellen
Organisation gemäß §278a. Konkrete Tatvorwürfe gegen einzelne
Personen wurden bist jetzt noch immer nicht erhoben.
10 Aktivist_innen befinden sich seit Wochen in U-Haft!
Wir erklären uns solidarisch mit den Inhaftierten
und wollen zeigen, dass, egal wie lange Haft und Repression
auch andauern, die Unterstützung von draußen nicht enden
wird! Wir demonstrieren, um unserer Solidarität mit den
Gefangenen und der Wut gegen den Repressionsapparat Staat
Ausdruck zu verleihen.
Wir wollen klarmachen, dass es keinen Anlass wie
den aktuell gegebenen braucht, um zu erkennen, dass Repression
eine alltägliche systemimmanente Praxis des Staates Österreich
ist.
Schicksale wie jene von Seibane Wague, Marcus Omofuma
und vieler anderer, die bei Einsätzen der österreichischen
Polizei ums leben kamen, dürfen niemals vergessen werden.
Scheinbar tragische Einzelfälle müssen als Logik des österreichischen
Staates entsprechend verstanden werden, nämlich rassistisch,
homophob, sexistisch oder einfach gegen alle, die sich,
ob gewollt oder ungewollt, der staatlichen Kontrolle entziehen.
Jene vermeintlichen Einzelfälle stellen nur die Spitze
eines Systems der Repression gegen unbequeme Menschen
und Minderheiten dar.
Heute zeigen wir Solidarität mit allen, die von staatlicher
Repression, in ihren verschiedensten Formen, betroffen
sind. Egal ob es sich um politisch organisierte Linke
in Frankreich oder Deutschland handelt, die mit „Terrorismusparagraphen“
kriminalisiert werden, TierrechtlerInnen, welche Aufgrund
ihres Einsatzes für Tierrechte in Österreich festgehalten
werden, Menschen, die von Überwachung und Bespitzelung
betroffen sind, MigrantInnen und Arbeitslose, die durch
staatliche Behörden schickaniert werden oder Asylsuchende,
die fast überall auf der Welt von Repression, oft in Form
von Folter, Schubhaft oder Abschiebung, betroffen sind.
Repression kennt keine Grenzen, Solidarität braucht keine!
Betroffen sind Einzelne – gemeint sind wir alle!
- „Kriminalisierungsparagraphen“ wie den österreichischen
§278a und den deutschen §129a/b abschaffen!
- Sofortige Abschaffung der Schubhaft!
- Uneingeschränktes Bleiberecht für alle!
- Für die sofortige Freilassung aller politischen
Gefangenen!
- Auflösung der WEGA!"
Flyer zum Ausdruken und verteilen:
Flyervorderseite
Flyerrückseite
Solistraßenfest
Treffpunkt: 1060 Wien, Leharg. Ecke
Gumpendorferstr.
Dauer: 14:00-24.00h
line up:
violetta parisini
vienna art lab
dj zuzee (waxos)
tnt jackson dj-team
chacki chen
monte disco
dj uez
selector loopus (luke r.i.c.h/bassrunner)
Text von http://www.myspace.com/smash278
"Smash §278 Before You Crash – It’s
a Bash
Wer politisch aktiv war, ist oder jemals sein wird,
ist auch potentiell kriminell. §278 macht’s möglich! Doch
wenn Ihr Euch ob dieser düsteren Aussichten nicht zuhause
unterm Sofa verkriecht, dann seid Ihr mit uns auf der
Straße! Solidarität und großartige Geräuschskulisse verwandeln
am Samstag, dem 21. Juni, ab 14h und weit in den Abend
den tristen Alltag der Lehargasse im 6. in ein Straßenfest.
Gegen die Einschüchterungsversuche und Kriminalisierung
von politischer Aktivität und gegen die Inhaftierung der
10 Tierrechtsaktivist_innen setzen wir eine lautstarke
Party. Gegen die Ermüdung nach der Demo gegen Knäste,
Grenzen und Repression gibt’s veganes Essen. Gegen den
Weltschmerz gibt’s Alkohol und freien Eintritt. Und weil
nicht nur Solidarität, sondern auch Musik Grenzen überwinden
kann, gibt’s letzteres vom Feinsten, bröckelnde Mauern
zwischen Mic und Turntables, HipHop, Reggae, Elektro und
anderem heißen Scheiß inklusive.
Möglich machen’s DJ Zuzee von Waxolutionists, TNT-Jackson,
Violetta Parisini, Selector Loopus (Bassrunner), das Vienna
Art Lab, DJ Uez, Chacki Chen und Monte Disco.
And with this glorious line-up providing for the
bash before you crash, here’s where the smashing comes
in:
Am 21.5.08 wurden 24 Wohnungen in ganz Österreich
von BeamtInnen des Sonderkommandos WEGA gestürmt und durchsucht.
Teilweise noch schlafende BewohnerInnen wurden mit gezogenen
Waffen in ihren Betten überrascht. Begründung für die
Hausdurchsuchungen ist der Vorwurf der Bildung einer kriminellen
Organisation gemäß §278. Konkrete Tatvorwürfe gegen einzelne
Personen wurden bist jetzt noch immer nicht erhoben. Wegen
der Verwendung standardisierter PGP-Verschlüsselung habe
Verdunkelungsgefahr bestanden, wegen der politischen Aktivität
der Betroffenen Tatbegehungsgefahr. Im Namen des §278
wird willkürlich gegen politische Aktivist_innen vorgegangen.
Das ist kein Anlass, stumm zu werden. Das ist ein Anlass,
laut zu werden.
Lautsein jeden Tag und insbesondere am Samstag, 21.6.,
ab 14h, Ecke Gumpendorfer/ Lehargasse/ Girardigasse).
Weitere Infos unter: http://antirep2008.lnxnt.org
Wir sammeln aus diesem Grund Geld für die inhaftierten
TierrechtlerInnen. Alle Einnahmen aus unseren
Soli-Festen kommen den Inhaftierten zu Gute.
Durch die Anwendung des fragwürdigen §278 hat sich
die Justiz weit aus dem Fenster gelehnt, so dass mit einem
langwierigen und kostenintensiven Prozess zu rechnen ist.
Egal, wie man zu Tierrechten steht: Der §278 kann
alle treffen, die in irgendeiner Weise politisch aktiv
sind!"
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