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Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (04.07.2008)

Wien, am 04.07.2008

Nun auch Ende der verarbeiteten Käfigeier in Österreich in Sicht?

Tierschutzvereine fordern es seit vielen Jahren – jetzt setzt sich auch die „Geflügelbranche“ für eine erweiterte Kennzeichnungspflicht ein

Im Zuge des Bundestierschutzgesetzes wurde im Jahr 2005 beschlossen, die Käfighaltung in Österreich zu verbieten. Ein riesiger Erfolg für den Tierschutz. Doch die Arbeit war damit noch nicht getan. Und noch immer werden in Österreich Käfigeier in großen Mengen verzehrt. Und das meist ohne dem Wissen des konsumierenden Menschen! Der Verein gegen Tierfabriken hat schon vor einigen Jahren damit begonnen, sich für ein Ende jeglicher Eier aus Käfighaltung in Österreich einzusetzen.

Chronologie des Endes der Käfighaltung von Hühnern in Österreicher

  • Nachdem in den 60er Jahren begonnen wurde, die Hühner in Käfige zu sperren, dauerte es Jahrzehnte, diesen Trend (zumindest in Österreich!) zu bremsen. Der WIENER TIERSCHUTZVEREIN, die Firma NESTEI sowie TONI HUBMANN schufen wirtschaftliche Alternativen zur Käfighaltung. So war es möglich, große Mengen an Eiern zu vermarkten, ohne die Tiere in Käfige sperren zu müssen. Auch der Verein gegen Tierfabriken unterstützte diese Entwicklung von Anfang an durch Aufklärungsarbeit.
  • Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung
    Im Zuge der „Neuentdeckung“ der Freilandeier gab es massive Probleme mit dem „Eierschwindel“. Käfighalter verkauften ihre Eier als Freilandeier, erst die Einführung der UV-Kontrolle durch den VGT, die Gründung einer Kontrollstelle sowie der Wunsch der Lebensmitteleinzelhändler zur Zusammenarbeit bereitete dem ein Ende.
  • Beschluss des Verbotes der „konventionellen“ Käfighaltung im Jahr 2005
    Nach massiver Kampagnentätigkeit (Informationsarbeit in der Bevölkerung sowie der Politik) gelang es, ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz durchzusetzen, im Zuge dessen auch die Käfighaltung von Hühnern verboten werden soll. Beschlossen 2005 tritt das Verbot der „konventionellen“ Käfige erst mit Beginn des nächsten Jahres (1.1.2009) in Kraft. D. h., dass im Moment in Österreich noch einige Hunderttausend Tiere in „konventionellen“ Käfigen dahinvegetieren müssen.
  • Käfige bis 2020 erlaubt!!
    Verboten werden mit 1.1.2009 die „kleinen“, die so genannten „konventionellen“ Käfige (550 cm²/Tier). Bis 2020 bleiben die „großen Käfige“ (720cm²/Tier), in denen etwa 20 Tiere leben, erlaubt. In den so genannten ausgestalteten Käfigen finden sich verschiedene „Einrichtungsgegenstände“, ein Versuch, diese „Kleinvoliere“, wie der Käfig auch fälschlicherweise bezeichnet wird, besser darzustellen, als er sein kann. EU-weit gibt es übrigens ein Verbot der „kleinen Käfige“, NICHT aber der größeren!!
  • Lebensmitteleinzelhandel käfigeifrei!!!
    BILLA hat vor vielen Jahren den Beginn gemacht. Mithilfe der Beschlussfassung des gesetzlichen Verbotes 2005 und aufgrund der Initiative von Tierschutzvereinen, allen voran dem VGT, beschloss HOFER, ebenfalls den Verkauf von Käfigeiern einzustellen. Unter Zugzwang geraten folgten dann auch alle anderen Lebensmitteleinzelhändler. Ausnahmen bestätigen die Regel: immer wieder tauchen in kleineren Geschäften Käfigeier auf. Oft hilft ein eindringliches Gespräch mit der Geschäftsführung, um die Käfigeier aus den Regalen zu bekommen. Diese Entwicklung war wichtig, um das Gesetz – das Verbot der Käfighaltung – zu sichern.
  • Versteckte Käfigeier!
    Weniger als 50 % der Eier werden von den Konsument_innen direkt gegessen. Der größere Teil steckt in verarbeiteten Produkten. Erhältlich im Supermarkt oder in der Gastronomie. Während der Anteil an direkt verzehrten Käfigeiern gegen Null sinkt, ist der Anteil der Käfigeier in verarbeiteten Produkten noch immer sehr hoch. Der VGT hat bisher Kontakt zu fast 100 eierverarbeitenden Betrieben, von denen ein Großteil angegeben hat, keine Käfigeier mehr zu verarbeiten. Dazu hören ÖLZ, STRÖCK, ANKER, SORGER, AIDA, AUER, MANNER etc. etc. Die Anzahl der Betriebe ist jedoch um ein vielfaches höher. Ein für einen privaten Verein unlösbares Problem ist die schwierige Kontrolle, die tatsächliche Herkunft der Eier sicherzustellen. Einfach ist dies bei Mengenflusskontrollen mit Unterstützung der Kontrollstelle. Wird jedoch z. B. Eipulver verwendet, das von Tieren aus argentinischer Freilandhaltung (!) stammen soll, dann wird die Überprüfung nahezu unmöglich. (so etwas ist gar nicht so selten!)

Gesetzliche Kennzeichnungspflicht gefordert.

Der Tierschutz stellt die Forderung zur Kennzeichnung von Produkten, die Eier enthalten, nach Herkunft der Eier, schon seit vielen Jahren. Bisher scheiterte dies jedoch am Willen der Landwirtschaftspolitik, die eine Ablehnung der Produkte, die Käfigeier beinhalteten, befürchtete. Bald jedoch kommen die Käfigeier nur noch aus dem Ausland, weshalb nun auch von der Landwirtschaft gefordert wird, dass auf allen verarbeiteten Produkten die Herkunft beschrieben sein muss. Auch in der Gastronomie soll für den Gast – auf der Speisekarte - ersichtlich sein, welche Eier er isst. Es gibt bereits einen Verordnungsentwurf der die verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmittel mit Eiern hinsichtlich der Legehennen-Haltungsform vorsieht.

Bis dieses Gesetz in Kraft tritt, werden jedoch noch viele Generationen von Hennen in Käfigen dahinvegetieren müssen, damit deren Eier in österreichischen Gastronomiebetrieben verarbeitet und verspeist werden. Auch werden weiterhin Firmen wie BAHLSEN, COPPENRATH & WIESE u. a. billige Käfigeier verarbeiten. Deshalb sind die Konsument_innen gefragt, ihren Beitrag zu leisten! Briefe und e-mails an Firmen zeigen das Interesse an tierfreundicheren Produkten! Es wird weiterhin notwendig sein, dass Tierschutzvereine wie der VGT auch weiterhin in der Gastronomie und bei Lebensmittelherstellern Aufklärungsarbeit leistet und diese auf ihre Verantwortung aufmerksam macht.

Unter diesem Link können Sie alles über die Fakten der Legebatterien und die dazugehördende Vereinsarbeit des VGT lesen.

 

 

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