Fakten
Im Jahr 1995 wurde der kommerzielle Fallenfang für
die Pelzproduktion verboten. Ende November 1998 musste
nach unseren Kampagnen die letzte Pelzfarm in Österreich
schließen. Mit dem Bundestierschutzgesetz gilt ab
1. Jänner 2005 in ganz Österreich ein Pelzfarmverbot:
§25 (5) Die Haltung von Pelztieren zur Pelzgewinnung
ist verboten.
Trotzdem die Produktion von Pelzen in Österreich
also verboten ist, werden weiterhin Pelze importiert und
verkauft. Allerdings sind die Verkaufszahlen rückläufig
(Statistik
beweist:
ÖsterreicherInnen sagen NEIN zu Pelz).
Weltweit werden mehr als 30 Millionen Nerze und 5 Millionen
Füchse, sowie Chinchillas, Waschbären, Wiesel,
Hermeline usw. für die Pelzindustrie in Pelzfarmen
getötet. Zusätzlich werden Millionen von Pelztieren
in Kanada, USA und Russland in Fallen gefangen.
Auf den Pelzfarmen leben die Tiere, vor allem Nerze und
Füchse, in winzigen Käfigen und können
deswegen praktisch allen ihren Bedürfnissen nicht
nachkommen. Die Drahtgitterkäfige sind 10-20 Millionen
mal kleiner als das natürliche Revier der Tiere.
Nerzkäfige z. B. sind 90cm mal 30cm groß.
Die Drahtgitterkäfige haben Gitterböden, damit
die Käfige nicht ausgemistet werden müssen.
So zerschneiden sich die Pelztiere an den Gitterböden
die Pfoten zerschneiden,. Die Käfige sind ohne jegliche
stimulierende Beigabe wie Kletterbäume oder weiche
Einstreu, sodass die Tiere verrückt werden. Wasserlebende
Arten wie der Nerz müssen ohne Wasser auskommen.
Alle Pelztiere leben in der Freiheit als Einzelgänger
oder in kleinen Gruppen, jedenfalls nicht in Herden. In
den Pelztierfarmen werden sie dazu gezwungen, ununterbrochen
in großer Nähe einer riesigen Zahl von Artgenossen
leben zu müssen. Deshalb leiden sie an furchtbarem
Stress, verstümmeln sich gegenseitig oder werden
verrückt. Etwa 20-30% der Jungtiere gehen durch die
furchtbaren Bedingungen ein oder werden von ihren Eltern
getötet. Da sich unter den gegebenen Bedingungen
kein Tier mehr natürlich fortpflanzen würde,
geschieht die Befruchtung künstlich. Viele Zuchtformen
von Pelztieren sind degeneriert (taub, deformierte Organe,
...).
Die Erzeugung eines Pelzmantels benötigt 66 mal
mehr Energie als die Erzeugung eines gleichwertigen Kunstpelzmantels.
Für einen Nerzmantel müssen ja zuerst über
3 Tonnen Nahrungsmittel verfüttert werden. Die ungeheuren
Kotmengen der Pelztiere aus den großen Farmen verschmutzen
das Grundwasser und verursachen sauren Regen. Die Chemikalien
zur Gerbung der Haut sind ebenfalls sehr umweltschädlich.
Der VGT unternahm zunächst eine Recherche der Pelzfarmen
in Osteuropa und konnte dort die grauenhaften Zustände
belegen. Die Kürschnerinnung begann daraufhin damit
zu werben, nur Pelze aus Pelzfarmen aus Skandinavien zu
beziehen, wo die Bedingungen viel besser wären. Im
Herbst 2003 unternahm der VGT daher eine Recherche der
Pelzfarmen
in Skandinavien. Es zeigte sich, dass die Bedingungen
dort in keinster Weise anders waren als sonstwo auf der
Welt.
Ob Skandinavien oder Osteuropa – überall sind
die Pelztierfarmen völlig gleich. Die Käfige
sind genormt und stammen von denselben Firmen. Pelztierfarmen
stammen aus einer Zeit, in der Tierschutz kein Thema war.
Sie haben sich bis heute nicht verändert.
Siehe:
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