Fakten
- Was genau fällt unter den Begriff
„Tierversuche“?
- In welchen Bereichen werden Tierversuche
durchgeführt?
- Zu welchem Zweck werden Tierversuche
durchgeführt?
- Wo werden Tierversuche durchgeführt?
- Wie viele Tiere werden für Tierversuchszwecke
verwendet?
- Welche Tierarten werden hauptsächlich
für Versuche herangezogen?
- Gibt es Alternativen zu Tierversuchen?
- Warum werden immer noch Tierversuche
durchgeführt?
- Werden Tierversuche auch für kosmetische
Produkte durchgeführt?
- Was steckt hinter dem umstritten, neuen
Wissenschaftszweig Gentechnik?
- Was bedeutet Klonen?
- Was bedeutet Xenotransplantation?
- Wie werden Tierversuche in Österreich
kontrolliert?
- Was kann jeder/jede persönlich
beitragen, um das Leid der Tiere in Tierversuchen zu
verringern?
1. Was genau fällt unter den
Begriff „Tierversuche“?
Gesetzliche Definition laut dem Bundesgesetz vom 27.
September 1989:
§2. Tierversuche im Sinne des Bundesgesetzes sind
alle für das Tier belastenden, insbesondere mit Angst,
Schmerzen, Leiden oder dauerhaften Schäden verbundenen
experimentellen Eingriffen an oder Behandlungen von lebenden
Wirbeltieren, die über die landwirtschaftliche Nutzung
und veterinärmedizinische Betreuung hinausgehen,
und das Ziel haben, eine wissenschaftliche Annahme zu
prüfen oder die Wirkung einer bestimmten Maßnahme
am Tier festzustellen.
a) für Forschung und Entwicklung
b) für berufliche Ausbildung
c) für medizinische Diagnose und Therapie,
d) für Erprobung und Prüfung natürlicher
oder künstlich hergestellter Stoffe,
Zubereitungen oder Produkte,
e) für die Erkennung von Umweltgefährdungen
und
f) für die Gewinnung von Stoffen
2. In welchen Bereichen werden Tierversuche
durchgeführt?
Diese Aufstellung gibt einen ungefähren Überblick
darüber, in welchen Bereichen die Methode des Tierversuchs
angewandt wird:
- Medizinische und biologische Grundlagenforschung
- Entwicklung, Erprobung und Wirksamkeit von Arzneimitteln
- Schädlichkeits- und Verträglichkeitsprüfungen
von chemischen Substanzen des täglichen Bedarfs,
wie Reinigungsmittel, Farben, Lacke u.s.w. sowie Industriechemikalien
- Schädlichkeits- und Verträglichkeitsprüfung
von Kosmetika und Körperpflegemittel
- Giftigkeitstests von “Schädlings“-Bekämpfungsmitteln
- Erkennung von Umweltgefährdungen, z.B. Abwassertests
- Gentechnik (fällt zu einem großen Teil
unter Grundlagenforschung)
- Aus-, Fort- und Weiterbildung
- Militär
- Herstellung von Impfstoffen und Seren
- Überprüfung jeder Produktionseinheit (Charge)
von Impfstoffen, Infusionslösungen und anderen
biologischen Arzneimitteln
- Aufbewahrung von Viren, Bakterien und Parasiten,
um diese Organismen für Forschungszwecke dauerhaft
zur Verfügung zu haben
- Diagnostik verschiedener Menschen- und Tierkrankheiten
- Versuche zur Erhöhung der “Leistung“
(mehr Milch, Eier, Fleisch) und zur Anpassung der landwirtschaftlich
“genutzten“ Tiere an die Massentierhaltungssysteme
3. Zu welchem Zweck werden Tierversuche
durchgeführt?
Tierversuche dienen der Pharmaindustrie, weil sie auf
deren Basis neue Medikamente entwickeln kann, dabei das
dazugehörige Haftungsrisiko der Gefährdung von
Menschen aber nicht zu übernehmen braucht. Weiters
werden aber auch und gerade in der Grundlagenforschung
sehr viele Tierversuche durchgeführt. Der Nutzen
den Tierversuche in diesen Bereichen bringen, besteht
in erster Linie für den/die TierexperimentatorIn
zur wissenschaftlichen Profilierung (Veröffentlichungen,
Doktorarbeiten, Habilitationen, Ansehen, berufliche und
wirtschaftliche Vorteile). Die Entwicklung von Ersatzmethoden
kostet Zeit und Geld, deshalb werden noch viele Produkte
völlig überflüssigerweise im Tierversuch
getestet, da erstens die Anerkennung von Alternativmethoden
als Test verzögert und zweitens durch diese Tests
an Tieren die ProduzentInnenhaftung ausgeschlossen wird.
4. Wo werden Tierversuche durchgeführt?
Tierversuche werden an verschiedenen universitären
Instituten, sowie an Bundes-, Max- Planck- und Ludwig-Boltzmann-
Instituten und von einigen Pharmafirmen (z.B. Baxter,
Novartis…) durchgeführt. Weiters werden zahlreiche
Tierversuche für medizinische Zwecke an den Universitätskliniken
durchgeführt, wobei das AKH Wien und das LKH Graz
sicher eine führende Position einnehmen. An den Universitäten
werden Tierversuche sowohl zu Forschungszwecken als auch
zu reinen Ausbildungszwecken durchgeführt. Dazu ist
zu sagen, dass viele Experimente an Tieren zu Zwecken
der Lehre nicht als Tierversuche im strengen Sinn gelten
(laut gesetzlicher Def.), da in vielen Fällen die
Tiere (z.B. im Falle von Sektionen) vorher ermordet werden,
und erst im toten Zustand als Versuchsobjekt herhalten
müssen, bzw. an Tieren experimentiert wird, bei denen
es sich um keine Wirbeltiere handelt (z.B. Regenwürmer,
Insekten…). Derartige Versuche, d.h. an wirbellosen
Tieren, bzw. an vor dem Versuch getöteten Wirbeltieren
scheinen in keiner Statistik auf (mehr dazu auch bei Pkt.
5).
5. Wie viele Tiere werden für
Tierversuchszwecke verwendet?
In Österreich lt. offizieller Statistik:
1999: 130.295 Tiere
2002: 192.176
2003: 172.103
1991 gab es erstmals eine statistische Erfassung der
Tierversuche in Österreich, damals wurden 482.166
Tiere gemeldet. In den neunziger Jahren gab es dann einen
deutlichen Rückgang bis zum Stand von 130.295 im
Jahre 1999. Dann stiegen die Zahlen bis 2002 vor allem
bei Mäusen und Ratten wieder deutlich an. Erklärt
wurde dies durch verstärkte Aktivitäten in der
biomedizinischen Forschung in Österreich. Erstmals
seit 1999 ist laut der Tierversuchsstatistik von 2003
wieder ein Rückgang der Tierversuche im Gegensatz
zu 2002 zu verzeichnen. Der Rückgang von 2002 auf
2003 betrug ca. 10%. Wenn auch dieser Rückgang bis
zu einem gewissen Grad als positiv zu beurteilen ist,
stirbt in Österreich immer noch alle 3 Minuten ein
Tier im Tierversuch.
Weltweit werden jährlich mindestens 100 Millionen
aber bis zu 300 Millionen Versuchstiere verwendet.
USA: 70 Millionen
EU: 11 Millionen
Japan: 10 Millionen
Australien: 3 Millionen
Folgendes ist bei der Beurteilung der Tierversuchsstatistik
zu bedenken: Aufgrund der engen gesetzlichen Definition
von Tierversuchen scheinen die meisten Tiere, die an wissenschaftlichen
Experimenten leiden und/oder sterben gar nicht auf (siehe
auch Pkt. 4). Weiters werden bei kommerziellen Versuchstierzuchtstationen
und in den Tierversuchslabors Tiere nicht nach Bedarf
sondern im Überschuss gezüchtet. Bei Mäusen
sind 81% Überschuss, bei Ratten 83%. Ebenso werden
für jeden Versuch so gut wie immer wesentlich mehr
Tiere beantragt, als tatsächlich gebraucht bzw. verwendet
werden. Die überzähligen Tiere werden entweder
vergast, für nicht genehmigte Versuche verwendet
oder dienen StudentInnen für Übungszwecke (z.B.
für das Üben von Injektionen oder Blutabnahmen
aus dem Auge).
6. Welche Tierarten werden hauptsächlich
für Versuche herangezogen?
Es gibt im Grunde kaum eine Tierart, die nicht im Tierversuch
verwendet wurde und wird. Der Grund für die überwiegende
Verwendung von Nagern: Sie sind kompakt, zäh, billig,
leicht zu züchten, zu halten und sie vermehren sich
sehr schnell. Daneben werden in den Laboratorien Kaninchen,
Katzen, Hunde, Meerschweinchen, Zwergschweine, Affen,
aber auch Vögel, Goldhamster, Ziegen, Schafe, Schweine,
Maultiere, Rinder und viele andere Tierarten eingesetzt.
Mäuse lagen im Jahr 2003 mit 137.799 unangefochten
an der Spitze der Versuchstierstatistik. Es folgten Kaninchen
mit 13.829 und Ratten mit von 10.583 Tieren. Von 2002
auf 2003 hat sich die Zahl der verwendeten Katzen von
280 auf 22 vermindert, die Zahl der Hunde ist dagegen
von 108 auf 139 gestiegen. Als einzige Primaten wurden
2003 56 Meerkatzen als Versuchstiere verwendet (2002 waren
es 78).
7. Gibt es Alternativen zu Tierversuchen?
Die In-vitro- Forschung (in vitro steht für „im
Reagenzglas“) hat sich in den letzten Jahren zu
einem eigenen Wissenschaftszweig mit einer ungeahnten
Vielfalt an Möglichkeiten, Erkenntnisse an schmerzfreier
Materie zu gewinnen, entwickelt. Und das Potential ist
dabei längst noch nicht ausgeschöpft. Ein großer
Teil der Tierversuche kann schon heute durch solche modernen
Systeme, wie z.B. Zellkulturtechniken, ersetzt werden.
Das zögerliche Anwachsen von alternativen Methoden
liegt vor allem an mangelnden Fördermaßnahmen
von Seiten der EU und der nationalen Politik. ECVAM (European
Centre for the Validation of alternative Methods), jene
Organisation die maßgeblich an der Entwicklung und
Validierung von Alternativmethoden beteiligt ist, erhält
leider denkbar wenig Unterstützung.
8. Warum werden immer noch Tierversuche
durchgeführt?
Tierversuche sind der sogenannte „gold standard“
der Wissenschaft, seit Jahrhunderten völlig unhinterfragt
– das Maß aller Experimente. Obwohl längst
intensiv an Alternativ-(in-vitro)Methoden geforscht wird,
und viele bereits entwickelt und verfügbar wären,
finden sie nicht bzw. nur sehr schwer den Einzug in die
Wissenschaft. Der Grund ist, dass jede Ersatzmethode direkt
mit dem Tierversuch verglichen werden muss. Dabei muss
die tierversuchsfreie Methode nicht nur genauso gut sein
um „akzeptiert“ zu werden, sie muss besser
sein.
Obwohl das in sehr vielen Fällen durchaus der Fall
wäre, ist es nur sehr schwer nachweisbar. Der Tierversuch
als experimentelle Methode ist ganz entgegen den Anforderungen
der Naturwissenschaften nur sehr schlecht reproduzierbar,
und damit nur schwer vergleichbar. Um die Inhomogenität
des Tierversuchs nachzustellen (gemeint sind die irrsinnig
vielen wechselnden Faktoren von Alter, Geschlecht, Lebensumstände,
Ernährungszustand, psychische Verfassung, genetische
Voraussetzungen…) bedürfte es einer sehr großen
Anzahl von Testreihen, die einen enormen Kostenaufwand
bedeuten würden.
Obwohl eine einmal validierte (wissenschaftlich anerkannte
und daher gesetzlich vorgeschriebene) Alternativmethode
nicht nur wesentlich schneller sondern auch eindeutig
kostengünstiger wäre, ist der erforderte Anfangsaufwand
aus oben genannten Gründen so groß, dass dieser
oft gar nicht erst riskiert wird, oder sich über
Jahre hinzieht. Grund für das Misstrauen in eine
tierversuchsfreie Forschung ist einzig allein die schon
seit Ewigkeiten bestehende Tradition des Tierversuchs.
Trotz der unzähligen falschen Ergebnisse, die der
Tierversuch ergeben hat, wurde er nie wirklich in Frage
gestellt. Trotz der unzähligen Medikamente (z.B.
Aspirin), die gänzlich ohne Tierversuche entwickelt
wurden, trotz der vielen Krankheiten, an denen seit Jahren
ohne Ergebnis geforscht wird, wird unerbittlich an dieser
grausamen Forschungsmethode festgehalten.
9. Werden Tierversuche auch für
kosmetische Produkte durchgeführt?
Seit 2003 dürfen in der EU keine Kosmetika verkauft
werden, die in Tierversuchen entwickelt wurden. Dies gilt
allerdings nur für die Endprodukte. Ein Verbot der
Testung der Inhaltsstoffe ist ab 2009 vorgesehen. Im Jahr
2009 soll weiters ein Vermarktungsverbot von im Tierversuch
getesteten Kosmetikprodukten in Kraft treten. Ausgenommen
von diesem Verbot sind allerdings noch 3 toxikologische
Tests, die erst ab frühestens 2013 verboten sein
sollen.
10. Was steckt hinter dem umstritten,
neuen Wissenschaftszweig Gentechnik?
Gentechnik bedeutet im wesentlich nichts anderes als
in das Erbgut eines Lebewesens einzugreifen, mit dem Ziel,
es nach bestimmten Vorstellungen und Gesichtspunkten zu
verändern.
Das Erbmaterial liegt im Zellkern jeder Zelle eines Lebewesens.
Dort befinden sich die Chromosomen, die sogenannten „Erbkörperchen“.
Diese bestehen zu einem großen Teil aus einem spiralförmig
gewundenen Molekül, der DNA (Desoxyribonukleinsäure).
Einzelne Abschnitte auf dem DNA – Molekül werden
als Gene bezeichnet. Gene enthalten die Information für
die Produktion von Proteinen. Werden nun bei der Genmanipulation
zusätzlich Gene in eine Zelle eingegeben, sollen
sie sich in das DNA-Molekül einfügen und bewirken,
dass bestimmte Proteine produziert werden. Dies sollte
nun zu einem veränderten Phänotyp bei dem betroffenen
Individuum führen (z.B. erhöhte Krebsanfälligkeit
oder angeborener Rheumatismus).
Anfang der 80er Jahre zeigte ein amerikanischer Wissenschafter
erstmals, dass dies bei Mäusen möglich ist.
Er fügte in deren Erbgut Gene ein, die von Ratten
stammten und die Produktion zusätzlicher Wachstumshormone
bewirkten. Die gentechnisch veränderten, „transgenen“
Tiere wurden daraufhin größer als ihre nicht
manipulierten Artgenossen. Heute wird die Gentechnik dazu
benutzt, menschliche Krankheitsbilder in Tieren nachzubilden,
um so Versuche mit ihnen zu machen, weiters die Leistungsfähigkeit
der „Nutztiere“ zu steigern (Riesenschweine,
Turbokühe…) etc. Der Verschleiß an Tieren
bei der Gentechnik ist enorm. Bis ein Tier mit dem „gewünschten“
Erbgut „erschaffen“ ist, gehen unzählige
Generationen von nicht brauchbaren, häufig nicht
überlebensfähigen Individuen voran.
Die Gentechnik als neuer „vielversprechender“
Wissenschaftszweig, ist hauptverantwortlich dafür,
dass die Zahl der Versuchstiere in den letzten Jahren
wieder gestiegen ist. Das Klonen sowie die Xenotransplantation
sind zwei Varianten gentechnischer Methoden.
11. Was bedeutet Klonen?
Der Begriff „Klon“ kommt aus dem griechischen
und bedeutet Zweig oder Schössling. Klone sind genetisch
idente Zellen oder Organismen, die durch Teilung, also
ungeschlechtliche Fortpflanzung, aus einer einzigen Zelle
oder einem einzelnen Organismus hervorgehen. Klone bei
Tieren oder Menschen entstehen natürlicherweise dann,
wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter
kurz nach der Befruchtung teilt und dadurch eineiige Zwillinge,
oder weitere eineiige Mehrlinge, entstehen. Um Tiere gezielt
klonen/vervielfältigen zu können, haben Wissenschafter
verschiedenen Klon-Techniken entwickelt. Wenn heute von
Klonen gesprochen wird, ist meist der Kerntransfer gemeint.
Dazu wird der Zellkern, und damit das Erbmaterial des
zu klonenden Tieres in eine entkernte Eizelle eingebracht.
Die Resultate der Experimente, durch Kerntransfer Klone
zu erzeugen, sind denkbar schlecht. Hunderte solcher Versuche
sind gescheitert. Manchmal führten sie nur zu einem
einzelnen lebenden geklonten Tier. Und selbst das ist
häufig nicht gesund. Angesichts der zahlreichen,
fehlgeschlagenen Klon-Versuche und angesichts der missgebildeten
und kranken Tiere, die dabei erzeugt wurden, ist es kaum
zu fassen, dass WissenschafterInnen an dieser Albtraum
gewordenen Vision der Erzeugung identischer Lebewesen
festhalten. Dass sie – was das Klonen von Menschen
betrifft – nun auf internationaler Ebene gebremst
zu werden scheinen, ist äußerst positiv. Doch
die Tiere schützt bislang niemand vor der Klon-Forschung.
12. Was bedeutet Xenotransplantation?
Um den in der Transplantationsmedizin vorhandenen Bedarf
an Ersatzorganen zu decken, sollen Organe von Tieren verwendet
werden.
Xeno = fremd
Die Transplantation artfremder Organe oder Gewebe wird
demnach als Xenotransplantation bezeichnet. Doch die auch
bei der Mensch-zu-Mensch Transplantation (immerhin noch
dieselbe Art) vorhandene Gefahr der Organabstoßung,
tritt bei der Xenotransplantation in noch viel größerem
Maße auf. Seit einigen Jahren versucht man daher,
Schweine mit menschlichen Genen auszustatten, damit ihre
Organe, wie z.B. das Herz, bei der Transplantation in
Menschen weniger stark von deren Immunsystem abgestoßen
wird.
13. Wie werden Tierversuche in Österreich
kontrolliert?
Das österreichische Tierversuchsgesetz sieht eine
Kontrollkommission vor, die jährlich jedes Tierversuchslabor
unangemeldet kontrollieren soll. Im Jahr 2002 wurden gerade
8 von 400 Versuchslabors kontrolliert. Weiters sind eine
ganze Reihe von Versuchen ohne entsprechende Begutachtung
genehmigt worden. Und nicht zuletzt sind nachweislich
einige Versuche ohne Genehmigung vorgenommen worden, ohne
dass das jemals Konsequenzen gehabt hätte. Die Kontrollkommission
ist überlastet, weil sie hauptsächlich aus Universitätsprofessoren
besteht, die ihre Kontrollfunktion neben ihrer universitären
Aufgabe ausführen müssen. Abgesehen davon sind
viele der Mitglieder der Kommission selbst TierexperimentatorInnen,
„kontrollieren“ sich also selbst.
14. Was kann jeder/jede persönlich
beitragen, um das Leid der Tiere in Tierversuchen zu verringern?
- Verzichten Sie als Verbraucher/Verbraucherin auf
Artikel, deren Inhaltsstoffe oder die als Endprodukt
im Tierversuch getestet wurden.
- Verlangen Sie als Kunde/Kundin nach tierversuchsfreien
Produkten.
- Bitten Sie maßgebliche Stellen (Marktleitung,
Kaufhausdirektion…) darum, tierversuchsfreie Artikel
in das Angebotssortiment aufzunehmen und diese auch
an günstiger Stelle anzubieten.
- Achten Sie bewusst auf eine gesunde Lebensführung.
Somit können sie auch das Auftreten von Zivilisationskrankheiten
und damit die Suche nach immer neuen Medikamenten mit
eine großen Anzahl von Tierversuchen verringern
(siehe auch Info zu Veganismus/Vegetarismus)
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Geschäften, aufgelistet sind, die nicht im Tierversuch
getestet wurden: VGT-Shop
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