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Univ.-Prof. Dr. Max Siller stellt Vorgehen
gegen den Tierschutz in den politischen Kontext
der Skandale der letzten Zeit
Am 20. Jänner wurde in der Bücherei von Landeck
in Tirol eine Präsentation des Buches des VGT-Obmanns
"Widerstand in der Demokratie" abgehalten.
Prof. Dr. Siller sprach dabei über die "Lage
der Nation". Dafür ließ er all die Skandale
der letzten Zeit Revue passieren und stellte
die martialische Verfolgung der Tierschutzszene
in diesen Kontext. Wenn es um Aktivitäten gegen
den VGT ging, so wurde einer der Ermittler in
der Tageszeitung "Österreich" zitiert,
habe es immer genug Geld gegeben, aber gegen
die Russenmafia wurden verschiedenste Ermittlungsmaßnahmen
aus Geldmangel gestrichen.
Nach Prof. Sillers Ausführungen wird offensichtlich,
dass eine mächtige Clique in unserem Land die
Verfolgung der Tierschutzszene ganz oben auf
ihrer Prioritätenliste haben muss, während in
der Auswirkung ungleich dramatischere Vorfälle
mit strafrechtlicher Dimension im wahrsten Sinn
des Wortes in der Schublade der Staatsanwaltschaften
verstauben.
Und Prof. Siller schließt: "Wurden die
österreichischen Tierschutzorganisationen von
einer willfährigen Justiz den unersättlichen
Tierindustriebetrieben und der lustmordenden
Jägerei auf dem Präsentierteller dargereicht?
[...] Wie immer die Antworten auf diese Fragen
ausfallen mögen, eines ist gewiss: Für aufmerksame
DemokratInnen ist der österreichische Tierschutz-Verfolgungsskandal
'ein Schritt zur Infragestellung der Demokratie
durch eine Justiz mit manifesten lobbyistischen
Neigungen'. Und damit wird deutlich: Hier ist
Widerstand angesagt. 'Widerstand in der Demokratie'
und 'ziviler Ungehorsam', wie in Martin Balluchs
Werk skizziert."
Und weiter: "Vor 20 Jahren hat der 'Druck
der Öffentlichkeit' die Mauer einer Diktatur
niedergerissen, was wir zu Ende des Jahres 2009
mit 'Freiheit, schöner Götterfunken' gefeiert
haben. Dazu gehört Solidarität und nicht Untertanenmentalität
althabsburgischen Zuschnitts oder gar jene Form
von vorauseilendem Gehorsam, die Erwin Ringel
als ein österreichisches Phänomen beschrieben
hat. Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler, ehemaliger
UN-Sonderberichterstatter und Autor zahlreicher
sozialkritischer Bücher, meint: 'Ein Buch muss
eine Waffe sein, zum Aufstand des Gewissens,
sonst ist es wertlos.' Dieses Buch lehrt uns
den für jede entwicklungsfähige Demokratie so
wichtigen Widerstand. Eine lebendige Demokratie
braucht Kritik und BürgerInnen mit Kritikfähigkeit
und einer gewissen widerständigen Haltung."
Der
Link zum Vortrag
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