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Besitzerin
einer Pelz-Boutique provoziert TierschützerInnen,
Polizei verteidigt Demonstrationsrecht
In
allen größeren Städten gibt es im Herbst
große Umzüge für Tierrechte und insbesondere
gegen Pelz. Am 12. November war es wieder
einmal in Linz soweit. Doch diesmal schwellte
die Teilnehmerzahl auf über 70 Personen
an, das Interesse an Tierschutz ist seit
dem Tierschutzprozess dramatisch angewachsen.
Der
Demozug marschierte die Linzer Landstraße
über den Taubenmarkt und den Hauptplatz
bis vor die ÖVP-Landeszentrale von OÖ
Dabei
wurde, wie bei solchen Veranstaltungen
üblich, vor verschiedenen Geschäften
angehalten und protestiert. Die Besitzerin
einer
Pelz-Boutique war sich über dieses Grundrecht
auf den öffentlichen Ausdruck der eigenen
Meinung offenbar nicht im Klaren, kam
vor ihr Geschäft, provozierte die TierschützerInnen
mit eindeutigen Handzeichen und rief
die Polizei. Doch diese reagierte sehr
gelassen und klärte die Geschäftsfrau
darüber auf, dass die Verfassung das
Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit
garantiert, auch wenn es emotional vorgebracht
wird
und sich gegen gewisse Wirtschaftszweige richtet.
Die
Geschäftsfrau versuchte sogar, in eigenen
Presseaussendungen und durch Internetpräsenz
die TierschützerInnen zu kriminalisieren,
eine emotionale Kundgebung sei "Nötigung".
Wenn die Dame keine Demonstrationen gegen
ihre schmutzige Geschäftspraxis wünscht,
dann sollte sie nach Nordkorea umziehen,
dort gibt es so etwas nicht. In einer
freien Gesellschaft besteht das Recht
auf freie
Meinungsäußerung, insbesondere in Fällen
eines aktuellen gesellschaftlichen Konflikts.
Die Pelzproduktion wurde in Österreich
durch den Willen einer großen Mehrheit
bereits 1998 verboten. Natürlich richtet
sich diese Ablehnung der Mehrheit dann
auch gegen Pelzfarmen im Ausland, aus
denen manche Geschäfte weiter diese Ware importieren
und so das Produktionsverbot hierzulande
umgehen. Wer also in einem Land, in dem
seit 13 Jahren ein Pelzproduktionsverbot
herrscht, weiter Pelz verkauft, muss
solange mit wütenden Protesten rechnen,
solange wir hier in einer Demokratie
leben. Wem das nicht passt steht die
Ausreise nach Nordkorea jederzeit offen.
Die
Kundgebung verlief unterdessen nicht
nur friedlich sondern wurde auch von
sehr sachlich vorgebrachten Wortmeldungen
mit dem Megaphon begleitet
Bei
jeder Station des Marsches gab es eine
Rede
zur Problematik, die der jeweilige
Geschäftszweig für Tier- und Umweltschutz
mit sich bringt. Zuletzt gab es eine
Abschlussrede
vor der ÖVP-Zentrale, um auf die Rolle
dieser Partei in der Kastenstandfrage
aufmerksam zu machen.
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