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KANINCHEN |
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Alternative Haltungssystemen
- Buchtenhaltung
Für die kommerzielle Großproduktion haben sich in
der Schweiz 2 Firmen mit Buchtenhaltung etabliert,
die jeweils 1000 – 1500
Kaninchen pro Woche schlachten. In der Bodenhaltungszucht
leben 8 weibliche und 1 männliches Tier gemeinsam
in einer Bucht der Größe 2 m x 4 m
mit zusätzlich einer Nestbox pro Häsin. Der Boden
ist dicht eingestreut für die Kaninchen zum Wühlen
und Graben. Zusätzlich sind 2 Etagen mit
Essplätzen eingerichtet, wohin sich die Mütter
zurückziehen können und die mit Rosten versehen
sind, durch die der Kot durchfällt. Nach
14-18 Tagen kommen die Kinder aus dem Nest in Kleingruppen,
und die Mutter wird erneut schwanger. Mit 1 Monat
werden die Jungkaninchen in die Mastbuchten versetzt. Dort leben
26 Tiere
in einer Bucht etwa
der Größe 1,2 m x 3 m mit ebenfalls 2 aufgesetzten
Etagen. Es gibt aber auch Buchten mit 40 – 50 Tieren,
die entsprechend größer sind
- Freilandhaltung mit Wechselweide
Dabei kommen 9 weibliche und 1 männliches Kaninchen
mit ihren Kindern in eine mit Elektrozaun umgebene
Weide, auf der auch Holzhüttchen für den Nestbau und die Fütterungen
stehen. Diese Weiden
werden alle 5 Tage gewechselt, sodass die Tiere
nicht mit den Krankheitserregern im Kot in Berührung kommen. Nach
6 Wochen können dieselben Weideflächen
wieder verwendet werden, die Krankheitserreger
sind bis dahin abgestorben. Bei sehr feuchtem Wetter werden die
Tiere vorübergehend in Buchten
in einen trockenen Stall gebracht.
- Freiland-Buchten-Haltung
Dabei werden die weiblichen Kaninchen zunächst
einzeln in Nestboxen mit anschließenden eingestreuten Buchten gehalten,
bis
die Kinder die kritischen ersten 7-8 Lebenswochen
überstanden haben, in denen sie besonders krankheitsanfällig sind.
Dann werden die weiblichen
und die männlichen Kinder der Würfe in Gruppen
von 10 – 20 Tieren zusammengefasst und in eingestreute Buchten
gesetzt, die durch ein Rohr permanent einen
Ausgang in verschiedene Freigehege mit Versteckstrukturen
haben. Durch die große Bewegungsmöglichkeit im Freien wachsen die
Tiere viel langsamer
als in der Käfigmast – ein bekanntes Phänomen
der natürlichen Freilandhaltung – und erreichen daher erst viel
später Schlachtgewicht.
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