Ferkelspenden! vgt.at Verein gegen Tierfabriken Menü

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (06.03.2004)

Wien, am 06.03.2004

Kärnten: ÖVP LAbg. ohrfeigt Tierschützer

Bei Tierschutz-Kundgebung wurden VGT-AktivistInnen von ÖVP-Funktionären tätlich angegriffen

Anlässlich der Landtagswahlen hielt der VGT am Alten Platz in Klagenfurt eine Kundgebung zum Bundestierschutzgesetz ab. Der ÖVP-Entwurf wurde dabei kritisiert, weil er keine Forderung des Tierschutzvolksbegehrens berücksichtigt und weil die Nutztierhalteverordnungen die Situation für die Nutztiere in allen Bundesländern verschlechtern.

Um etwa 19:00 kamen plötzlich ÖVP-Funktionäre von der nahen ÖVP Abschlusskundgebung am Pfarrplatz zum Alten Platz herüber und pöbelten die rund ein Dutzend TierschützerInnen an. Ein Funktionär der ÖVP entriss einer Aktivistin das Megafon und schrie lauthals, dass die Tierschützer sich aus Österreich schleichen sollten. Der Landtagsabgeordnete und ÖVP-Agrarsprecher stürmte zum Transparent der TierschützerInnen und zerriss es. Anschließend schlug er einem der Tierschützer mit der flachen Hand ins Gesicht und schrie, dass die Tierschützer anstelle der Legehennen in die Käfige gesperrt gehörten. Eine Demonstration wäre seiner Ansicht nach nicht erlaubt, wenn sie Fakten verbreiten würde die er als Unwahrheit sieht.

Die TierschützerInnen hatten im Rahmen ihrer Kundgebung beanstandet, dass die ÖVP in ihrem Entwurf plant, das Niveau des Schutzes der Nutztiere in allen Bundesländern abzusenken. Vorgesehen sind Standards, die jeweils schlechter sind als „the worst of nine“ – also das jeweils schlechteste Landesgesetz.

Wie eine vom VGT in Auftrag gegebene IFES-Umfrage beweist, handelt die ÖVP hier gegen die große Mehrheit der Bevölkerung, indem sie versucht die Interessen Agrar-Großindustrieller auf Kosten der Tiere durchzusetzen. So sind z.B. 86% der Bevölkerung für ein generelles Verbot der Käfighaltung von Legehennen, während die ÖVP diese Haltungsform in fünf Bundesländern wieder einführen will und auf unabsehbare Zeit beibehalten.

Dr. Martin Balluch, Obmann des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN dazu: „Die ÖVP hat den Tierschutz in ihren Gesetzes-Entwurf nicht nur nicht einbezogen, sondern vollkommen ignoriert. Und das, obwohl der Tierschutz in diesen Fragen die große Mehrheit der Bevölkerung repräsentiert.

Das Demokratieverständnis der ÖVP ist sehr bedenklich. Nicht nur, dass sie gegen den Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung regiert, beginnt sie nun auch friedliche DemonstrantInnen zu prügeln, weil sie die Politik der ÖVP kritisieren. Dieser Ausbruch von Gewalt seitens der ÖVP beweist, dass sie offensichtlich selbst nicht der Meinung sein kann, dass ihr Vorgehen in dieser Sache demokratisch gedeckt ist.“

Der Landtagsabgeordneter und ÖVP Agrarsprecher wurde angezeigt.

Deine Privatsphäre ist uns wichtig!

Wir verwenden Cookies und verwandte Technologien, um unsere Website weiter zu entwickeln, um unsere Bewerbung dieser Website zu optimieren, die Ergebnisse zu messen und zu verstehen, woher unsere Besucher:innen kommen.

Du kannst die Cookies hier auswählen oder ablehnen.

DatenschutzhinweisImpressum
Einstellungen Alle ablehnen Alle erlauben

Cookie Einstellungen

Notwendige Cookies

Die notwendigen Cookies sind zur Funktion der Website unverzichtbar und können daher nicht deaktiviert werden.

Tracking und Performance

Mit diesen Cookies können wir analysieren, wie Besucher:innen unsere Website nutzen.

Wir können beispielsweise nachverfolgen, wie lange du auf der Website bleibst oder welche Seiten du besuchst. Das hilft uns unser Angebot zu optimieren.

Du bleibst aber anonym, denn die Daten werden nur statistisch ausgewertet.

Targeting und Werbung

Diese Targeting Technologien nutzen wir, um den Erfolg unserer Werbemaßnahmen zu messen und um Zielgruppen für diese zu definieren.

Konkret kann das Unternehmen Meta Informationen, die auf unserer Website gesammelt werden, mit anderen Informationen die dem Unternehmen bereits zur Verfügung stehen, kombinieren. Auf diese Weise können wir Menschen in den sozialen Medien Facebook und Instagram möglichst gezielt ansprechen.

Speichern Alle erlauben